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ENDO Verein e.V.

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Gründung und Entwicklung des Gemeinnützigen Vereins ENDO-Klinik – Um das Projekt ENDO-Klinik zu realisieren, suchte sich der Initiator Professor Hans Wilhelm Buchholz einen Kreis von Unterstützern. Gemeinsam gründeten sie den „Verein Rehabilitationszentrum in Schleswig-Holstein e. V.“ mit Sitz in Grömitz, der am 12. Dezember 1973 beim Amtsgericht Neustadt in Holstein eingetragen wurde.


Unmittelbar nach der Gründung begann die Suche nach geeigneten Grundstücken oder Bauten, um die Idee einer Spezialklinik für Knochen- und Gelenkchirurgie zu realisieren. Das Projekt wurde in zwei Schritten Wirklichkeit: 1975 kamen Professor Hans Wilhelm Buchholz und der Bauträger Joachim Krech überein, das ursprünglich für ein norddeutsches Facharztzentrum vorgesehene Gebäude an der Holstenstrasse 2 für die Klinik zu nutzen. Darüber hinaus schloss der Verein mit der Freien und Hansestadt Hamburg einen Pachtvertrag über das Gelände der ehemaligen Heilstätte Wintermoor in der Heide ab. In der Konsequenz wurde der Name des Vereins auf „Rehabilitationszentren in Norddeutschland e. V.“ geändert und der Sitz nach Hamburg verlegt.

1977 wurde der Vorstand des Vereins verkleinert, um die Arbeit effektiver zu gestalten. Verantwortlich waren jetzt Prof. Dr. med. Hans Wilhelm Buchholz , Dr. med. Gerhard Bergmann und Eckart Dölberg.

Begleitend konstituierte sich ein Beirat, in dem auch die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder des Vereins mitwirkten. Diesem Beirat gehörten Karl Behrend (Iduna-Versicherungen), Ferdinand Fürst Bismarck, Irma Blohm, (CDU-Mitglied in der Gesundheitsdeputation der Hansestadt), Dr. med. Klaus Buchholz, Erich Diekert (Hamburgische Landesbank), Dr. med. Eckart Engelbrecht, Dr. Heinz Gretz (Hauni-Werke), Hermann Hußmann (SPD-Mitglied der Gesundheitsdeputation der Hansestadt), Rainer Eberhard Lukkey (Vereins- und Westbank) und Dr. med. Eckbert Zylmann (ehemaliger Präsident der Gesundheitsbehörde) an.
1979 wurde der Träger-Verein erneut umbenannt in „Gemeinnütziger Verein ENDO-Klinik e. V.“

Das Jahr 1982 war durch zwei wichtige Ereignisse gekennzeichnet: Der Verein konnte das Grundstück Wintermoor, das bis dahin nur gepachtet war, über einen Erbbauvertrag mit 60jähriger Laufzeit erwerben, die im Krieg errichteten, unterdessen aber modernisierten und erweiterten Pavillonbauten wurden gekauft. Damit war die notwendige Sicherheit für längerfristigen Investitionen geschaffen. Der zweite Meilenstein war der Kauf des Grundstücks und des Klinikgebäudes an der Holstenstrasse 2, das der damalige Eigentümer, die Iduna-Versicherung, auf den Markt brachte. Der Verein nutzte auch mit dieser Immobilie die Chance, für den Betrieb eine langfristige Sicherheit zu schaffen, nahm das Kaufangebot der Versicherung an und finanzierte das Objekt über sehr günstige Hypothekenkonditionen.

Im selben Jahr traten Dr. med. Arnd Siegel und der Klinik-Geschäftsführer Trudbert H. Hauschild in den Vereinsvorstand ein.

Im Sinne der wirtschaftlichen Flexibilität und Effektivität erfolgte 1985 eine grundlegende Strukturveränderung: Der Verein gab seine Eigenschaft als Träger der Klinik auf und übertrug diese Aufgabe auf eine angegliederte gemeinnützige Betriebsgesellschaft sowie eine steuerpflichtige Vermögensanlagegesellschaft. Dieser Umbruch wurde auf der Mitgliederversammlung vom 8. November 1985 auf der Basis betriebswirtschaftlicher, krankenhausrechtlicher und steuerlicher Überlegungen beschlossen, der Vorstand mit der Umsetzung beauftragt. Der Trägerverein übernahm zum 1. Januar 1986 die Aufgabe als reiner Förderverein.

Für den Betrieb der Klinik war von nun an die neu gegründete gemeinnützige Betriebsgesellschaft zuständig. Hauptgesellschafter war mit 180 000 Mark (und 40 Prozent Stimmrecht) der Verein. Als weitere Gesellschafter waren Institutionen vorgesehen, die in Verbindung zur ENDO-Klinik standen oder sie unterstützten. Zunächst wurden vier Platzhalter ausgewählt – zwei geborene, nämlich der Ärztliche und der Kaufmännische Direktor der Klinik, und zwei „gekorene“, nämlich zwei Vorstandsmitglieder des Vereins. Sie übernahmen treuhänderisch je 5 000 Mark Anteile mit einem Stimmrecht von je 15 Prozent. Eine Lösung, die sich bewährte, so dass die Suche nach Institutionen als Gesellschafter aufgegeben wurde.

Das zum Betrieb der Klinik erforderliche Sach- und Finanzanlagevermögen wurde auf eine rechtlich selbständige Vermögensanlagegesellschaft, die Verwaltungesgesellschaft Holstenstrasse 2 mbH, übertragen. Sie wurde Tochter der neuen gemeinnützigen Klinikbetriebsgesellschaft und damit Enkelin des Vereins. Die Vermögensanlagegesellschaft war voll steuerpflichtig.

1990 erweiterte sich der Vereinsvorstand von fünf auf acht Mitglieder – eine Maßnahme, die bald wieder revidiert wurde.

Im Jahr 1992 kam es zu einer neuerlichen Strukturveränderung in der Betriebsgesellschaft. Die Weichen dafür stellte der Verein auf seiner Mitgliederversammlung am 6. November 1992. Danach wählten jetzt die liquidationsberechtigten Ärzte neben dem Verein als „geborenem“ Gesellschafter fünf Treuhandgesellschafter, darunter zwei Nicht-Ärzte. Das waren die Hamburger Unternehmerin Brigitte Feldtmann, die Chirurgen Dr. Jürgen Röttger, Dr. Friedrich Schönberg und Dr. Arnd Siegel sowie Christoph Woermann, Generalbevollmächtigter der Deutschen Bank AG. Gleichzeitig wurde ein Aufsichtsrat geschaffen, dessen Mitglieder die Gesellschafterversammlung bestimmte. Im ersten Aufsichtsrat saßen als Vorsitzender Prof. Dr. Hans Wilhelm Buchholz, als Stellvertreter der Bankier Dr. Hans Fahning, Rechtsanwalt Eckart Dölberg, Rechtsanwalt Bernd Koch und der Leitende Oberarzt der Chirurgie, Klaus Steinbrink.

Die wachsenden Anforderungen an die Wirtschaftlichkeit von Krankenhausunternehmen führten 1993 zu Diskussionen über einen Neubau der ENDO-Klinik und der Suche nach geeigneten Standorten und Grundstücken. Allerdings verengten die Restriktionen durch das Gesundheits-Strukturgesetz und seine weiteren Verschärfungen den finanziellen Spielraum für das Neubauvorhaben immer weiter. Gleichzeitig wurde deutlich, dass der bisherige Klinikbetrieb an zwei Standorten, in Wintermoor und Altona, sich auf Dauer wirtschaftlich nicht halten lassen würde. Die Konsequenz: Wintermoor wurde zum 31. Dezember 1997 geschlossen. Die Kosten des Sozialplans für die 290 Mitarbeiter beliefen sich auf rund zwölf Millionen Mark. Und als weitere Folge musste die Hoffnung auf einen Neubau aus eigener Kraft aufgegeben werden.

Die ENDO-Klinik machte sich für die Zukunft auf die Suche nach einem starken Partner und fand ihn in der Damp-Gruppe. An den Verhandlungen war neben dem Geschäftsführer Wittern auch Siegel als Vorsitzender des Aufsichtsrats maßgeblich beteiligt. Im Herbst 1997 wurde ein Kooperationsvertrag zwischen beiden Unternehmen abgeschlossen, nach dem die Reha-Klinik Damp die Patienten aus der ENDO-Klinik nach der Akutphase zur Rehabilitation und Anschlussheilbehandlung übernimmt. Und im Anschluss folgten zwischen ENDO und Damp zum 1. Januar 1998 drei Verträge – über den Verkauf der Verwaltungsgesellschaft, über die Rückvermietung der Holstenstraße 2 und über die Geschäftsbesorgung für die ENDO-Klinik Gemeinnützige Betriebsgesellschaft mit der Garantie eines Jahresüberschusses ab 1999 und einer Laufzeit von 30 Jahren.

Dabei übernahm die Damp-Gruppe die Verpflichtung zum Neubau, sofern es die wirtschaftlichen Verhältnisse der Klinik zulassen.

Mit Übernahme der wirtschaftlichen Verantwortung durch die Damp-Holding AG war der Bedarf der ENDO-Klinik für einen Aufsichtsrat nicht mehr gegeben. Er wurde Anfang 2000 nach einer entsprechenden Satzungsänderung aufgelöst.

Zwischen den Jahren 1975 und 2000 ist der Verein von 22 Mitgliedern zu einer Gemeinschaft von 2 111 Menschen gewachsen, die sich für die Klinik engagieren, darunter viele Patienten. Die Vorstandsvorsitzenden des Gemeinnützigen Vereins ENDO-Klinik waren in dieser Zeit:

Von der Gründung bis Ende 1992: Prof. Dr. Hans Wilhelm Buchholz
Von Ende 1992 bis Februar 1996: Dr. Klaus Buchholz
Von Februar 1996 bis November 1999: Dr. Eckart Engelbrecht
Von November 1999 (bis Dezember 2003): Dr. Arnd Siegel

Innerhalb der ersten 25 Jahre konnten mehr als 15 Millionen Mark aufgebracht werden. Ein starker Finanzierungsbeitrag für die Klinik! Die Gelder kamen aus Beiträgen, Spenden, Nachlässen, Bußgeldern und Sonderaktionen zusammen. Von den vielen Förderern des Vereins und der ENDO-Klinik sind vor allem zwei Menschen besonders zu erwähnen: In der schwierigen Anfangsphase hat der Industrielle Kurt A. Körber auf eigene Kosten seine Wirtschaftsprüfer als Berater zur Verfügung gestellt. Und bei der nicht einfachen Entscheidung über den Erwerb des Klinikgebäudes 1982 hat der Bremer Konsul Carl W.R. Meentzen in ähnlicher Weise geholfen und darüber hinaus 1985 die Jubiläumsschrift zum zehnjährigen Bestehen der Klinik mitfinanziert.

Die jährlichen Sonderaktionen, um Mittel für die Klinik zu beschaffen, hatte Geschäftsführer Wittern als Idee von seiner früheren Tätigkeit in den Alsterdorfer Anstalten mitgebracht. Ziel ist es, Mitglieder und potentielle Spender persönlich anzusprechen und für ganz konkrete Projekte zu gewinnen. Das bezog sich zunächst auf Anschaffungen für die ENDO-Klinik, die nicht aus Pflegesätzen und Fallpauschalen finanziert werden konnten. Von 1994 bis 1999 wurden sechs Spendenaktionen erfolgreich realisiert – zum Ausbau einer Knochenbank, für automatisch höhenverstellbare Betten, für Knochenersatzmaterial, für Schmerzmittelpumpen, die der Patient selbst bedienen kann, für wissenschaftliche Untersuchungen zu Lockerungsproblemen an Endoprothesen am Biomechanischen Institut von Prof. Dr. med. Günther Delling (UKE) und für einen Blutgruppenautomaten, der besser und schneller arbeitet als die bisherigen Bestimmungsmethoden. Diese Aktionen brachten insgesamt 4,3 Millionen Mark ein.

(von Eckart Dölberg, Geschäftsführer der ENDO-Klinik Gemeinnützige Betriebsgesellschaft mbH für den gemeinnützigen Bereich, 2001 für die Festschrift „25 Jahre ENDO-Klinik“)